Vision One: Sechs Minuten technische Höchstleistung
Am 1. August 2026 präsentierten Julian und Moritz ihren Act „Vision One“ bei der Cascade of Stars im Embassy Theatre in Fort Wayne, Indiana. Vor rund 500 Zuschauern zeigte das deutsche Duo sechs Minuten lang eine Performance, die technisch anspruchsvolle Partnerjonglage mit präziser Choreografie und individuell programmiertem Lichtdesign verbindet. Der Auftritt endete mit Standing Ovations und erhielt viel positive Resonanz aus der internationalen Jonglierszene.
Ein Jahr Entwicklung für sechs Minuten
Vision One entstand mit einem klaren Ziel: herauszufinden, wie viel technische Schwierigkeit sich in eine tatsächlich choreografierte Bühnenperformance integrieren lässt.
Über ein Jahr entwickelten Julian und Moritz den Act und probten die fertige Version rund 400 Mal. Seit 2018 kennen sie sich, seit 2022 trainieren sie intensiv gemeinsam Passing. Durch ihre langjährige Zusammenarbeit und eine klare Kommunikation haben sie eine gemeinsame Verständigung entwickelt, die auch komplexeste Abläufe ermöglicht.
Wenn jede Keule Teil der Choreografie wird
Mit zwölf Keulen werden in Vision One so viele Keulen wie bisher noch nie in einer ihrer Shows zwischen zwei Personen jongliert. Hinzu kommt eine Sequenz mit zehn Keulen Rücken an Rücken und vierfachen Rotationen. Viele der anspruchsvollsten Pässe werden blind hinter dem Rücken oder hinter dem Kopf gefangen. Die besondere Herausforderung: Jede Keule verfügt über ein eigenes Lichtprogramm. Dadurch müssen Würfe, Höhe und Timing exakt stimmen, damit die richtige Keule im richtigen Moment aufleuchtet. Jonglage, Choreografie und Licht sind dadurch unmittelbar miteinander verbunden. Das Lichtdesign wurde zusätzlich mit eigens programmierten Bühnenlichtern kombiniert, die einzelne Szenen und Bewegungen hervorheben.
Internationale Choreografie
An der Entwicklung der Choreografie waren unter anderem Selina Maizinger aus Österreich sowie der Choreograf und ehemalige Cirque du Soleil Artist Thom Wall beteiligt. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, die technische Schwierigkeit in eine klare und präzise Bühnenperformance zu übersetzen.
Reaktionen aus der Jonglierszene
Besonders bedeutend war die Reaktion des internationalen Fachpublikums. Albert Lucas, einer der erfolgreichsten Sportjongleure der Welt, sagte nach der Performance:
“You have come to the IJA and proved that you are the Greatest Team in the World!”
Barry Friedman schrieb:
“So honored to have witnessed it live. German precision has landed on juggling and that’s good for everyone.”
Und Owen Morse von The Passing Zone kommentierte:
“Loved every second of it! It was ridiculous and blew my mind!”
Für Julian und Moritz sind diese Reaktionen besonders wertvoll, weil sie von Menschen kommen, die die technische Schwierigkeit hinter der Performance unmittelbar einschätzen können.
Vision One
Die Cascade of Stars war der Höhepunkt einer mehr als einjährigen Entwicklungsphase. Für Julian und Moritz steht Vision One dabei für die Idee, technische Grenzen nicht nur im Training auszutesten, sondern sie in eine choreografierte Bühnenperformance zu übersetzen.
Die vollständige Performance von Vision One ist hier zu sehen: